Syndikat Gefährliche Liebschaften

About

Das Syndikat Gefährliche Liebschaften inszeniert irritierende Begegnungsräume im Übergang von Kunst, Gesellschaft und Politik. Diese Eingriffe in alltägliche Räume dienen der Wissensproduktion. Es sind öffentliche Anlaufstellen; Orte für charismatische Persönlichkeiten und dubiose Wissensträger*innen – von der kriminellen Volkshochschule bis zur Manufaktur für Verhüllungsbedarf.

Das Syndikat nimmt die Graubereiche des gesellschaftlichen Konsenses in den Fokus und sucht im Verrufenen und Verborgenen nach Handlungsspielräumen, in denen Menschen alternativ agieren können. Zwischen ehrlicher Interaktion, steiler Behauptung und szenischer Pop-Up-Show verführt das Syndikat sein Publikum zu Taten und Stellungnahmen.

Das Syndikat Gefährliche Liebschaften arbeitet vorrangig in Niedersachsen und Bremen. 2014 wurde es mit dem Spezialpreis der Jury des 100° Festival Berlin ausgezeichnet (nach eingereichter Petition). Es war zu Residenzen der ZwischenZeitZentrale, beim Explosive! Festival, in der Schwankhalle Bremen und bei Tokyo Wonder Site (Japan) eingeladen.


Micha Kranixfeld studierte Kulturwissen­schaften und ästhetische Praxis in Hildes­heim sowie Urban Design in Hamburg und Utrecht. Er ist Gründungsmitglied von Syndikat Gefährliche Liebschaften, Gast-Performer für die Frl. Wunder AG und hat eine Reihe studentischer Festivals mitorganisiert (u.a. transeuropa2012). Er beschäftigt sich mit Formaten des öffentlichen Nachdenkens und organisiert Diskurs-Programme und Konferenzen in experimentellen Formaten, u.a. an der HafenCity Universität Hamburg und der FH Dortmund. Er war resident researcher bei Tokyo Won­der Site (Japan, Tokio 2016) und Stipendiat im Pro­gramm Shared Spaces des internationalen Festivals Theaterformen (Hannover 2013).

Aishe Spalthoff ist als Produktionsleitung, Regisseurin, Theaterworkshopleiterin und Performerin in Bremen und Niedersachsen tätig.
Während ihres Studiums der Kulturwissenschaften und ästhetischen Praxis (BA) in Hildesheim und Porto realisierte sie verschiedene Theater- und Performanceprojekte und kuratierte das internationalen Theater- und Performancefestival transeuropa2012. Seit 2010 entwickelt sie Inszenierungen für die Bühne (mit James & Priscilla und Theater Kirschrot), entwirft Begegnungsformate im urbanen Raum (Gefährliche Liebschaften, dreimeterbretter) und erprobt Formen der Theaterarbeit mit Laien (u.a. mit dreiprozentextra als Partner von Quartier gGmbH in Bremen-Nord). Im Rahmen des Projekts Well Being – Das gute Leben mit Kindern messen war sie 2014 am Forschungstheater im Fundus Theater Hamburg tätig und arbeitete in der Spielzeit 2014/2015 für das generationsübergreifende Forschungstheaterprojekt Fliegen ist nur ein simpler Trick! als Theaterpädagogin in der Theaterwerkstatt Quakenbrück. Darüber hinaus leitete sie gemeinsam mit Silvan Stephan 2014/15 ein zweisemestrige künstlerische Forschungsarbeit mit Studierenden am Institut für Public Health der Universität Bremen.

Silvan Stephan studierte Kunst- und Kulturwissenschaften in Bremen und arbeitet als Regisseur, Gestalter und Workshopleiter u.a. für dm Abenteuer Kultur, Quartier gGmbH, nano Theater, KASCH Achim, Universität Bremen. Als Gründungsmitglied des Bremer „Alsomirschmeckts!-Theater e.V.“ realisierte er neben zahlreichen Inszenierungen vor allem transdisziplinäre Theater- und Kulturprojekte. Während er mit der freien Gruppe dreiprozentextra Produktionen für die Bühne entwickelt, sucht er mit dem Syndikat Gefährliche Liebschaften nach neuen Formaten zwischen Kunst, Gesellschaft und Ökonomie. 2013 kuratierte als Teil der Jury das „Explosive! – internationales Festival für junges Theater“.

Marleen Wolter ist Performerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie studierte Inszenierung der Künste und der Medien in Hildesheim und an der Iceland Academy of Arts.
Seit 2013 ist sie Mitglied des Theaterkollektivs Frl. Wunder AG. Des Weiteren realisiert sie Performances und Interventionen mit dem Syndikat Gefährliche Liebschaften oder mit dem Schauspieler Mbene Mbunga Mwambene und forscht im Bereich der Performativen Philosophie mit gez. Euer Ernst.
Sie war Jurymitglied beim Festival International du Théâtre Universitaire de Casablanca, arbeitete im künstlerischen Leitungsteam des Performancefestivals transeuropa2012 und war als Theaterpädagogin in Frankfurt/M und am Cinema Jenin e.V. in Palästina tätig.