Syndikat Gefährliche Liebschaften

Syndikat Gefährliche Liebschaften

Über

Das Syndikat Gefährliche Liebschaften inszeniert irritierende Begegnungsräume im Übergang von Kunst, Gesellschaft und Politik. Diese Eingriffe in alltägliche Räume dienen der Wissensproduktion. Es sind öffentliche Anlaufstellen; Orte für charismatische Persönlichkeiten und dubiose Wissensträger*innen – von der kriminellen Volkshochschule bis zur Manufaktur für Verhüllungsbedarf.

Das Syndikat nimmt die Graubereiche des gesellschaftlichen Konsenses in den Fokus und sucht im Verrufenen und Verborgenen nach Handlungsspielräumen, in denen Menschen alternativ agieren können. Zwischen ehrlicher Interaktion, steiler Behauptung und szenischer Pop-Up-Show verführt das Syndikat sein Publikum zu Taten und Stellungnahmen.

Das Syndikat Gefährliche Liebschaften arbeitet vorrangig in Niedersachsen und Bremen. 2014 wurde es mit dem Spezialpreis der Jury des 100° Festival Berlin ausgezeichnet (nach eingereichter Petition). Es war zu Residenzen der ZwischenZeitZentrale, der Seefelder Mühle, des Explosive! Festivals, der Schwankhalle Bremen, dem Haus am Wehrsteg (Heidelberg) und Tokyo Wonder Site (Japan) eingeladen.


Micha Kranixfeld studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Urban Design in Hamburg. Er ist Mitglied des Syndikats Gefährliche Liebschaften und der Frl. Wunder AG. Er beschäftigt sich mit Formaten künstlerischer Raumforschung mit besonderem Fokus auf ländlichen Gebieten. Er war zu Forschungsresidenzen in Tokyo, Heidelberg, Engstingen und Seefeld eingeladen und nimmt Lehraufträge an der FH Dortmund wahr.

Aishe Spalthoff ist als Produktionsleitung, Regisseurin, Theaterworkshopleiterin und Performerin in Bremen und Niedersachsen tätig. WSeit 2010 entwickelt sie Inszenierungen für die Bühne (mit James & Priscilla und Theater Kirschrot), entwirft Begegnungsformate im urbanen Raum (Syndikat Gefährliche Liebschaften, dreimeterbretter) und erprobt Formen der Theaterarbeit mit Laien (u.a. mit dreiprozentextra als Partner von Quartier gGmbH in Bremen-Nord).

Silvan Stephan studierte Kunst- und Kulturwissenschaften in Bremen und arbeitet als Regisseur, Gestalter und Workshopleiter u.a. für dm Abenteuer Kultur, Quartier gGmbH, nano Theater, KASCH Achim, Universität Bremen. Als Gründungsmitglied des Bremer „Alsomirschmeckts!-Theater e.V.“ realisierte er neben zahlreichen Inszenierungen vor allem transdisziplinäre Theater- und Kulturprojekte.

Marleen Wolter ist Performerin und Kulturwissenschaftlerin. Sie studierte Inszenierung der Künste und der Medien in Hildesheim und an der Iceland Academy of Arts. Seit 2013 ist sie Mitglied des Theaterkollektivs Frl. Wunder AG. Des Weiteren realisiert sie Performances und Interventionen mit dem Syndikat Gefährliche Liebschaften oder mit dem Schauspieler Mbene Mbunga Mwambene und forscht im Bereich der Performativen Philosophie mit gez. Euer Ernst.

Felix Worpenberg studierte Kulturwissenschaften an der Universität Hildesheim und arbeitet als Theatermacher bevorzugt an Schnittstellen zwischen Theorie und Praxis. Er war für einen künstlerischen Forschungsaufenthalt in der Gemeinde Engstingen und Co-Leiter des Festivals transeuropa in Hildesheim. Als Mitglied des Kollektivs DIE SOZIALE FIKTION erarbeitet er seit 2013 Theaterperformances.